Wie ihr vielleicht festgestellt habt, habe ich hier seit einigen Wochen nicht mehr gebloggt. Das hatte weder etwas mit “keine Zeit” noch mit “keine Lust” zu tun. Es war eine bewusste Entscheidung. Die Zeiten sind schwierig und ich habe deshalb zu einigen Entwicklungen geschwiegen. Das heißt aber nicht, dass ich sie nicht beobachte und nicht zur Kenntnis nehme. Zu gegebener Zeit werde auch ich mich wieder dazu äußern – doch wie ich zu Beginn dieses Blogs sagte: Hier soll es nicht immer nur um die Aufreger aus der Branche gehen (gut, auch wenn das vor Corona und der Mehrwertsteuersenkung war 😉 ).

Was hat sich in den vergangenen Wochen also getan?

Ende Juni verabschiedete ich mich von einem Projekt, das mir über ein Jahr lang sehr viel Freude bereitet hat. Ich habe gerne daran mitgearbeitet und ebenso gerne mit dem Team zusammengearbeitet. Zudem durfte ich in dieser Zeit viel lernen. Der Abschied lag nicht in meiner Hand. Es muss sich um eine unternehmerische Entscheidung weit über meiner Gehaltsklasse gehandelt haben. Dieses Projekt wird mir aber in guter Erinnerung bleiben. Ich werde es sehr vermissen.

Wenngleich die Situation auf dem Markt derzeit äußerst mau ist, hat sich beinahe zeitgleich mit dem Ende des einen Projekts der Anfang eines neuen ergeben. Vielleicht darf ich euch in der Zukunft ja auch von diesem Unterfangen berichten. Ich freue mich jedenfalls, im Team sein zu dürfen, und hoffe auf eine lange und ergiebige Zusammenarbeit.

Darüber hinaus zeigten sich die vergangenen Wochen relativ ereignislos. Zeit, die ich nicht mit Aufträgen, Büroarbeiten oder Weiterbildung beschäftigt war, steckte ich in meine eigenen Projekte, wie zum Beispiel BeyondtheShow.de, wo ich seit Jahren über Filme, Serien und Conventions berichte. Besonders letztgenanntes Feld leidet natürlich unter den Corona-Maßnahmen. Zwischenzeitlich wäre ich auf 3-4 verschiedenen Events gewesen, von denen ich Fotos, Berichte und vielleicht sogar Interviews mitgebrach hätte. Stattdessen schreibe ich derzeit überwiegend über Convention-Absagen und -Verschiebungen. Wenigstens scheint aber die Film- und Serienbranche wieder etwas anzulaufen, was auch diesem Webprojekt ganz gut tut – und natürlich auch meinen diversen anderen Verpflichtungen. Mein redaktioneller Schwerpunkt liegt schließlich im Bereich Film & Fernsehen

Und wer sich fragt: Ja, die Corona-Krise schlägt sich auch bis zu mir durch. Ich war vielleicht nie von einer Schließung oder direkt von Einsparungen durch Corona betroffen (was mir, so positiv das einerseits ist, das Beantragen von Corona-Hilfe unmöglich macht). Doch Projekte – One-offs oder, wie oben erwähnt, langfristige – verlassen das Haus und Nachschub ist mau. Viele Unternehmen investieren anders oder gar nicht mehr, weil sie selbst nicht wissen, wie es weitergeht. Projekte werden hinten angestellt. Andere Übersetzungsaufträge werden über Agenturen aus Billig-Lohn-Ländern vergeben, die nur einen Appel und ein Ei zahlen – jedenfalls keine Beträge, von denen man hierzulande leben könnte. Immer häufiger werden außerdem statt Übersetzungen auch Maschinenübersetzungsaufträge vergeben. Jemand wird gesucht, der nochmals über eine Maschinenübersetzung drüberliest. An anderer Stelle schrieb ich bereits darüber, was das Maschinenübersetzung und das damit verbundene Machine Translation Post-Editing tatsächlich alles mit sich bringt.

Entsprechend bleibt nur: Weiter am Ball bleiben und dafür hatte ich ja schon zu Beginn der Corona-Krise meinen Plan aufgestellt, der mit kleineren Korrekturen und Anpassungen, auch weiterhin gut funktioniert.